Tipps:
• Holen Sie ihr Kind dort ab, wo es in seiner Entwicklung gerade steht. Überfordern Sie es nicht mit Spielzeug, das eigentlich nicht für seinen Entwicklungsstand geeignet ist. Unterfordern Sie es aber auch nicht.
• Achten Sie genau darauf, wofür Ihr Kind sich gerade interessiert. Probieren Sie durchaus was aus (z.B. indem Sie Ihr Kind beim Kochen mittun lassen oder mit ihm die Natur erforschen), aber nicht unbedingt in einem Spielwarengeschäft, denn dort wird Ihr Kind sicherlich von den meisten Spielzeugen erst einmal begeistert sein.
• Kinder müssen das Spiel selbstbestimmt kontrollieren können, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Je mehr Möglichkeiten ein Spiel bietet, je freier ein Spiel ist, umso besser. Das gilt vor allem in den ersten Lebensjahren.
• Auch wenn der Glaube weit verbreitet ist – Holzspielzeug muss nicht immer pädagogisch wertvoller sein als Plastikspielzeug. Die Frage ist, ob eine Rassel oder ein Beißring aus Plastik vielleicht kindgerechter ist, weil Ihr Kind damit mehr machen kann! Achten Sie beim Kauf darauf!
• Ziehen Sie prinzipiell den Einkauf in einem guten Spielwarengeschäft dem Kauf im Internet vor. Gute Fachverkäufer verstehen es, anhand der Beschreibungen Ihres Kindes das passende Spielzeug auszuwählen.
• Kaufen Sie Qualität, nicht Preis! Qualitätsspielzeug erhalten Sie in nahezu allen Preislagen. Verschaffen Sie sich also einen genau Überblick und lassen Sie sich die Eigenschaften der verschiedenen Anbieter genau erklären! Das gilt besonders, wenn Sie sich für ein „Systemspielzeug“ entscheiden.
• Achten Sie auf Warnhinweise! Die im Juni 2011 verabschiedete EU-Sicherheitsrichtlinie verlangt von Herstellern, sofern für den sicheren Gebrauch angemessen, allgemeine Warnhinweise zu Benutzereinschränkungen. Die Warnhinweise müssen deutlich sichtbar und leicht lesbar sein. Warnhinweise betreffen zum Beispiel das Mindestalter für Kinder, um mit einem Spielzeug zu spielen (Achtung! Für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet).
• Labels wie Testberichte bieten prinzipiell eine vernünftige Orientierung. Mitunter legen sie aber einen eigenen Maßstab bei der Bewertung von Spielzeug an. Das schränkt ihren Aussagewert ein. Uneingeschränkt vertrauen können Sie den TÜV-Zeichen.